Geschichte – Die Anfänge von DFDS

Die Anfänge von DFDS

Großes Jubiläum! Im Dezember dieses Jahres feiern wir das 150-jährige Bestehen unseres Unternehmens. Kommt mit uns auf eine Zeitreise ins Jahr 1866 und blickt mit uns zurück auf die Anfänge von DFDS. 1866 wurde der Grundstein für unsere Unternehmensgeschichte gelegt. Heute zählt DFDS zu den führenden (Fähr-)Reedereien weltweit – mit mehr als 6.000 Mitarbeitern und derzeit 50 Fährschiffen für Fracht- und Passagierverkehr im Einsatz.

DFDS Gründer C.F. Tietgen„DFDS“ – die Abkürzung für „Det Forenede Dampskibs-Selskab“ – was übersetzt bedeutet „Die Vereinigte Dampfschiff-Gesellschaft“, gibt schon den ersten Hinweis, wie es zu der Gründung unseres Unternehmens kam: Der dänische Großbankier und Industrielle C.F. Tietgen hatte Ende des 19. Jahrhunderts die Vision von einem Zusammenschluss mehrerer nordeuropäischer Fährreedereien zu einer großen Vereinigung, um mit gebündelten Kräften ganz oben in der Liga des weltweiten Fracht- und Passagierverkehrs mit spielen zu können.

Die Anfänge von DFDS im Zeitalter der Industrialisierung

Im Alter von 20 Jahren zog es den gebürtigen Dänen Tietgen hinaus in die Welt. Vom ländlich geprägten Dänemark verschlug es ihn in das wirtschaftliche Zentrum Europas der damaligen Zeit – nach Nordengland, wo die Industrialisierung in vollem Gange tobte. In Manchester ergatterte er einen Job in einem dänisch geführten Unternehmen und war von den Auswirkungen der Industrialisierung tief beeindruckt: von der Vielzahl an Fabriken und Banken, die dem Land Wohlstand brachten – und ganz besonders von den dampfbetriebenen Eisenbahnen, die landesweit die Wirtschaftszentren in Großbritannien miteinander verbanden. In seinem Heimatland gab es zu diesem Zeitpunkt gerade mal eine Eisenbahn-Kurzstrecke, die Kopenhagen mit dem 40 km entfernten Roskilde verband. Nichts im Vergleich zum bereits damals weitverzweigten britischen Schienennetz.

Vision für Dänemarks Schifffahrt

Als Tietgen nach einigen Jahren nach Dänemark zurückkehrte, war er voller Tatendrang. Er wollte sein konservatives Heimatland aus dem Dornröschenschlaf wachrütteln: Nicht nur das Bankwesen und die rudimentäre Infrastruktur, sondern auch die im Anfangsstadium befindliche Dampfschiffindustrie wollte der ehrgeizige Däne durch umfassende Modernisierung „fit“ für die Zukunft machen.

Das Pferd, auf das Tietgen setzte, war vielversprechend: Wurden Waren und Personen bisher größtenteils mit Segelschiffen befördert, so boten die neuen Dampfschiffe enorme Vorteile gegenüber den trägen Seglern. Sie waren schneller, zuverlässiger sowie größer und machten so den Transport von Waren und Personen um einiges effektiver.

Beladen eines frühen Dampfschiffes

Tietgen war zu seiner Zeit aber nicht der einzige Visionär, der in Dänemark das Potenzial der Dampfschifffahrt erkannte. Zwei weitere Industrielle, namentlich H.P. Prior und C.P.A. Koch, waren bereits einige Jahre zuvor in der Transportwirtschaft mit eigenen Flotten erfolgreich. Priors Flotte war damals die größte Dampfschiffflotte Dänemarks. C.P.A. Koch dagegen agierte als erfolgreicher Schiffsmakler vor allem zwischen den Häfen Flensburg und Rostock und hatte starke finanzielle Verbindungen zu britischen Reedern und Werften. Sowohl Prior als auch Koch mussten allerdings in den 1880 Jahren schwere wirtschaftliche Schläge hinnehmen, die ihre Unternehmen unter finanziellen Druck stellten. Hier öffnete sich der Weg für Tietgens Pläne und die Anfänge von DFDS.

Das DFDS Hauptquartier in Kopenhagen

Eine vereinigte Dampfschiffgesellschaft – Die Anfänge von DFDS

Tietgen erkannte, dass seine Zeit gekommen war: Als erfolgreicher Bankier mit großem finanziellen Spielraum gelang es ihm, Prior und Koch von seiner Unternehmensvision zu überzeugen: Fachwissen, Ressourcen, Geschäftskontakte und Finanzen sollten in einem großem Reederverband gebündelt werden, um so auf der internationalen Bühne der Transportunternehmen einen prominenten und vor allem wettbewerbsfähigen Platz einzunehmen.

Der Gründungsrat mit Tietgen als Vorsitzendem traf sich erstmals im Dezember 1866 und einigte sich schließlich auf die Pläne einer vereinigten Dampfschiffsgesellschaft mit Sitz in Kopenhagen. Die Flotten der Mitgründer mit insgesamt 19 Dampfschiffen fuhren von nun an unter einer Flagge: der des wehenden Malteserkreuzes, das noch bis heute das Unternehmenslogo von DFDS ziert.

Wie ging es mit DFDS weiter? Erfahrt, wie sich das Unternehmen weiter entwickelte und welches die erfolgreichsten Handelsländer wurden – demnächst im Blog!

Das frühe Routennetz von DFDS Anfang des 20. Jh.

 

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