Urlaub am Meer – Die zauberhafte Kurische Nehrung

Ostseestrand von Smiltyne

Strahlend blauer Himmel, wärmende Sonnenstrahlen auf der Haut und eine angenehme Brise – es ist ein wunderschöner Sommertag im August und wir liegen am Ostseestrand. Ich atme die frische Meeresluft ein und fühle mich an die Familienurlaube aus meiner Kindheit erinnert. Doch dieses Mal war es nicht Papa, der hinterm Steuer saß und uns sicher ans Ziel brachte, sondern der Kapitän hoch oben auf der Brücke der Fähre nach Litauen – und so trennen die Strände von damals und heute auch rund 380 Seemeilen.

Wir sind auf der Kurischen Nehrung, von der litauischen Hafenstadt Klaipeda nur einen Katzensprung entfernt. Die Fähre dorthin verkehrt regelmäßig im 20-Minuten-Takt und nach kurzer Fahrt erreichen wir Smiltyne. Mit dem Ziel Nida biegen wir nach links ab, passieren die gebührenpflichtige Schranke zum Nationalpark und befinden uns mitten im Naturparadies.

Eine einzige Straße führt über die schmale Halbinsel. Rechts und links erheben sich Kiefernwälder aus dem sandigen Boden und hin und wieder geben sie den Blick frei auf das ruhige Kurische Haff zur einen und der rauschenden Ostsee zur anderen Seite. Am Straßenrand entdecke ich Hinweisschilder zum Fahrradweg und bedauere schnell, dass wir nicht mehr Zeit haben, denn dann würde auch ich es bevorzugen, mit dem Fahrrad durch die unberührte Landschaft zu radeln.

Stattdessen lehne ich mich auf dem Beifahrersitz zurück, öffne das Fenster und genieße den sanften Fahrtwind und den aromatischen Duft der Kiefern. Nach rund 40 Minuten erreichen wir Nida, wir stellen das Auto ab und erkunden zu Fuß das beschauliche Haffufer. Vorbei an vielen Cafés und kleinen Restaurants endet unser Spaziergang unterhalb des Thomas Mann Hauses. Wir steigen die Treppen hinauf, werfen einen kurzen Blick über den Gartenzaun und kehren zurück zum Auto.

Parnidis Düne auf der Kurischen Nehrung

Wir machen uns auf den Weg zur nahe gelegenen Parnidis Düne. Oben auf 52 m Höhe angekommen, erwartet uns ein atemberaubender Rundumblick vom Kurischen Haff über die gewaltige Dünenlandschaft bis zur Ostsee. Wir genießen die Aussicht bei einem Picknick und beschließen den Nachmittag am Strand zu verbringen.

Endloser Ostseestrand auf der Kurischen Nehrung

Wir klettern über die Dünen bei Smiltyne und sind sprachlos: vor uns erstreckt sich der breite und scheinbar endlose Ostseestrand. Vom frischen Wind überrascht, zieht sich mein Freund zum Sonnenbaden in die geschützten Dünen zurück. Doch mich zieht es zum Wasser, ich halte meine Zehen hinein und muss gestehen, dass es allerdings dabei bleibt. Aber von einem Strandspaziergang hält mich nichts ab und wer weiß, mit etwas Glück stoße ich vielleicht auf ein kostbares Stück Bernstein, den die Ostsee seit Tausenden von Jahren an den Strand der Kurischen Nehrung spült.

Ich liege nun ebenfalls in der Sonne, als ich am Horizont die DFDS Seaways Fähre entdecke. Wehmut macht sich breit, denn das heißt der schöne Tag am Meer neigt sich dem Ende zu und auch wir müssen uns langsam auf den Weg zurück nach Klaipeda machen, um am Abend mit genau diesem Schiff die Heimreise nach Kiel anzutreten.

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