Streifzug durch die Gärten Südenglands

Penshurst Place und Gärten © VisitBritain

Von historischen Parks und geometrisch arrangierten Grünanlagen über verwunschene Gärten bis hin zu modernen Indoor-Regenwäldern und Öko-Attraktionen – England ist bekannt für seine schönen Gärten. Lassen Sie sich für Ihre nächste Reise inspirieren!

Lost Gardens of Heligan © VisitBritain

Brown’sche Gartenkunst in ganz England

Der große Landschaftsarchitekt Lancelot „Capability“ Brown prägte nachhaltig die Erscheinungsform des englischen Parks. Er brach mit den eingefahrenen Traditionen der Gartenkunst des 18. Jahrhunderts. Sein natürlich anmutender Designstil mit weitläufigen Rasenflächen, geschlungenen Wegen und wie zufällig platzierten Baumgruppen gilt als revolutionär. Schätzungen zufolge hat Brown zwischen 150 und 260 Landschaftsgärten in ganz England gestaltet – dazu sollen tausende weitere Anlagen vom ihm beeinflusst sein. Ein eindrucksvolles Beispiel für die Brown’sche Gartenkunst gibt es bei Blenheim Palace nahe Oxford zu bewundern. Die Parklandschaft des Anwesens erstreckt sich über 800 Hektar. Ein Irrgarten, majestätische Wasserterrassen, ein duftender Rosengarten, ein Wasserfall mit See sowie das Schmetterlingshaus laden zum Lustwandeln und Spazieren ein.

Blenheim Palace © Curtesy of Blenheim Palace

Die Zukunft der Gärten

Futuristisch kommt hingegen das Eden Project mit seinen kuppelförmigen Biomen (Ökosystemen) daher. Das in einer stillgelegten Tongrube in Cornwall errichtete Öko-Projekt bietet spannende Einblicke in die Beziehung zwischen der Pflanzenwelt und den Menschen und beheimatet außerdem den weltgrößten Wintergarten. Wie gigantische Blasen ragen die Biome mit ihrer gläsernen Wabenstruktur in die Höhe. Unter den Kuppeln liegen Regenwälder, mediterrane Gärten und Mangrovensümpfe. Über eine Million Gewächse aus aller Welt gedeihen in den Indoor- und Freiluft-Arealen von Eden Project. Tipp: Von dem Baumkronenpfad in 50 Meter Höhe hat man einen spektakulären Blick auf die Pflanzenwelt.

Eden Project © VisitBritain

Gärten als Oase in der Großstadt

In London empfiehlt sich ein Besuch der zum UNESCO Weltkulturerbe ernannten Royal Botanic Gardens Kew. Man mag es kaum vermuten, dass mitten in der pulsierenden Millionenstadt eine solch schöne Oase der Ruhe verborgen liegt. Die Kew Gardens zählen zu den ältesten botanischen Gärten der Welt. Das hübsche Tropenhaus stammt noch aus der Viktorianischen Zeit und ist eines der größten seiner Art. Gleich zehn tropische Klimazonen unter einem Dach gibt es im Princess of Wales Conservatory zu bestaunen. Darunter befindet sich auch eine beachtliche Sammlung fleischfressender Pflanzen.

Kew Gardens © VisitBritain

Berühmte Gärten in Kent

Viele weitere Highlights für Garten-Liebhaber hält zudem die Grafschaft Kent – auch Garten Englands genannt – bereit. Kent zählt über 180 öffentlich zugängliche Gärten. Zu den bekanntesten gehört zweifelsohne Sissinghurst Castle Garden, der für seine ganzjährige Farbenpracht berühmt ist. In den 1930er Jahren gestaltete das Schriftstellerpaar Vita Sackville-West und Harold Nicolson das Anwesen um das elisabethanische Gutshaus in einen erweiterten Wohnraum um. Der Garten ist in mehreren „Räumen“ angelegt, die verschieden in Farbe, Duft und Bepflanzung gestaltet sind. Keinesfalls verpassen: den betörenden Rosengarten.

Sissinghurst Gardens © VisitBritain

Touring-Pass vom National Trust

Ein Tipp fürs Gärten-Hopping: Der National Trust bietet einen Touring-Pass an, der den Eintritt in über 300 historischen Häusern, Schlössern und Gärten in England, Wales und Nordirland gewährt. Der Pass ist nicht vor Ort erhältlich und kann nur vor Abreise online über www.visitbritainshop.com erworben werden. Er kostet für 7 Tage 30,50 Euro (Familie 62,50 Euro) und für 14 Tage 36,50 Euro (Familie 77,50 Euro).

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