Tipps für Radtouren – Teil 1: Das richtige Reiserad, Gepäck & Bekleidung

Radtour Gruppe © B.O.C.

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Die Sommerzeit beginnt und somit auch die Zeit für Radtouren. Ist die Entscheidung für eine Radtour gefallen, tauchen viele Fragen rund um Anforderungen und Ausstattung an das Fahrrad, Gepäck, Bekleidung und Ausrüstung auf. Zusammen mit B.O.C. geben wir Euch Tipps und Checklisten für eine perfekte Reisevorbereitung für Eure nächsten Radtouren.

Wie sieht das richtige Reiserad für längere Radtouren aus?

Grundsätzlich ist das immer vom vorgesehenen Einsatzzweck abhängig. Wie lange sollen die Radtouren werden? Wie viel Gepäck wird benötigt? Wenn diese Fragen geklärt sind, lässt sich der Fahrradtyp bestimmen. Für Tagesausflüge reichen im Normalfall bereits normale City- oder Trekkingräder. Was ein Fahrrad für längere Radtouren auf jeden Fall mitbringen sollte, ist eine stabile Bauweise, ein hohes zulässiges Gesamtgewicht und einen verwindungssicheren Rahmen. Letzterer ermöglicht eine leichtgängige Fahrweise und sorgt dafür, dass trotz schwerem Gepäck in jeder Situation die Spur gehalten werden kann.

Das Rahmenmaterial kann sowohl aus Aluminium als auch aus Stahl sein, denn aus beiden Materialien lassen sich tragfähige Rahmen mit hohem zulässigem Gesamtgewicht fertigen. Aluminium ist leichter als Stahl, allerdings muss für die Alu-Variante meist auch etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden.

Reiseräder werden überwiegend mit 26-Zoll-Reifen produziert, da diese in der Regel stabiler sind als die größeren 28-Zoll-Laufräder. Die Beschaffenheit der Reifen, also ob grob oder glatt, sollte ebenfalls vom vorgesehenen Einsatzzweck abhängig gemacht werden. Grundsätzlich gilt: Je grobstolliger das Reifenprofil, desto besser eignet sich das Fahrrad für Fahrten im Gelände. In jedem Fall sollte auf einen hohen Pannenschutz geachtet werden, damit die Reifen nicht ständig geflickt werden müssen. Breite Reifen sind weniger anfällig für Pannen, da sie einen höheren Dämpfungskomfort bieten.

Ob Naben- oder Kettenschaltung hängt vom Einsatzzweck ab. Der Vorteil einer Nabenschaltung ist, dass sie wartungsarm ist, da das Getriebe abgekapselt ist und es somit keine äußeren Einflüsse gibt. Die Kettenschaltung hat mehr Gänge und hat dadurch entsprechend feinere Abstufungen zwischen den Gängen, ist also leichtgängiger.

Radtouren Baltikum © Fotolia Aochau

Meistens sind Reiseräder mit Hydraulikbremsen ausgestattet. Sie sind immer leichtgängig in der Handhabung und haben eine hohe und gut einteilbare Bremskraft. Selbst bei Nässe behalten die hydraulischen Scheibenbremsen ihre Bremswirkung und schonen die Felge, die durch das hohe Gewicht ohnehin schon mehr belastet wird als im Normalfall.

Da Lenker und Radvorbau ebenso wie Sattel und Rahmen Auswirkung auf die Sitzposition haben, sollten diese für lange Radtouren an die individuellen Vorlieben des Radreisenden angepasst sein. Das gleiche gilt für das Material der Griffe, da diese ständiger Kontaktpunkt der Hände sind. Hörner an der Außenseite des Lenkers sorgen beispielsweise mit der Möglichkeit zum Umgreifen für Abwechslung.

Der Gepäckträger sollte wie auch der Rahmen möglichst verwindungssteif sein. Für längere Radtouren ist eine Tragkraft von 40 kg empfehlenswert. Ebenfalls ist hier auf tiefer gelegte Streben zu achten, da diese den Gewichtsschwerpunkt mehr nach unten anstatt nach hinten verlagern, wodurch nerven- und kräftezehrendes Schlingern verhindert werden kann.

Wie wird das Gepäck richtig und sicher für längere Radtouren verstaut?

Erstes und wichtigstes Motto bezüglich des Gepäcks für Radreisende: Weniger ist mehr! Wenn Ihr wisst, was Ihr wirklich braucht und Überflüssiges zu Hause lassen könnt, seid Ihr bereits im Vorteil. Denn je mehr Gewicht man mit sich herumschleppt, desto schwerer wird auch der Tritt in die Pedale, was sich sehr schnell negativ auf den Fahrspaß auswirken kann. Fahrrad, Gepäck und Fahrer sollten niemals das zulässige Gesamtgewicht überschreiten – allein schon aus versicherungstechnischen Gründen. Kleiner Tipp, stellt Euch zur Kontrolle auf die Waage und hebt das Rad mitsamt Eurem Gepäck dabei mit an.

Radtour mit Gepäck © DFDS

Beachtet das angegebene Höchstgewicht des Gepäckträgers. Die Tragkraft variiert zwischen 20 kg und 40 kg. Bei sehr schwerem Gepäck teilt das Gewicht am besten zwischen Vorder- und Hinterrad auf. Für das Vorderrad gibt es sogenannte Lowrider, an denen man links und rechts vom Laufrad je eine Tasche mit maximal 5 kg Gepäck befestigen kann. Selbst bei weniger Gepäck macht es Sinn, zwischen Gepäckträger und Lowrider aufzuteilen, da das Fahrrad so insgesamt leichtläufiger ist. Radfahrer, die ein paar Kilo mehr auf die Waage bringen und das zulässige Gesamtgewicht schnell zu überschreiten drohen, könnten ihr Gepäck beispielsweise in einem Reiseanhänger verstauen. Hier gilt: in hügeligem Gelände maximal 25 kg!

Heutzutage sind die im Handel verfügbaren Fahrradtaschen in der Regel wetterfest und bereits mit speziellen Aufhängesystemen versehen. Die Haken an den Taschen sollten dem Durchmesser der Trägerstreben angepasst sein oder im Zweifel durch vom Hersteller mitgelieferte Zusatzteile fixiert werden. Wenn möglich sollten nur wenige und vor allem leichte Teile mit Spanngurten fixiert werden (Zelte o.ä.).

Systematisch packen lohnt sich! Besonders schwere und nur selten gebrauchte Teile werden am besten weit unten in den Fahrradgepäcktaschen und zur Radmitte hin verstaut. Ein tiefer Schwerpunkt wirkt sich positiv auf den Fahrspaß aus. Ebenfalls wichtig für ein gleichmäßiges, sicheres und angenehmes Fahren ist die Gleichverteilung der Gewichte auf die gegenüberliegenden Gepäckstücke, damit das Rad nicht immer zu einer Seite zieht oder den Radfahrer gar aus der Spur holt. Kleinere Gegenstände, die Ihr öfter spontan zur Hand haben müsst, beispielsweise Ausweis, Geldkarte oder Handschuhe, können am besten in einer kleinen Lenkertasche verstaut werden.

Welche Bekleidung sollte bei Radtouren unbedingt dabei sein?

Im Handel wird eine Menge Funktionskleidung für Radfahrer angeboten – da den Überblick zu behalten kann manchmal ganz schön schwer werden. Entscheidend ist vor allem, dass Ihr Euch in der Bekleidung wohlfühlt und ausreichend Bewegungsfreiraum habt. Scheuernde Nähte oder Pullis, die man ständig zurecht rücken möchte, werden auf längeren Radtouren schnell zum Störfaktor.

Radfahrer Funktionsbekleidung © B.O.C.

Um Kälte und Wärme jederzeit gut regulieren zu können, wird auf das Zwiebel-Prinzip gesetzt. Statt einer dicken Schicht Stoff werden immer mehrere Kleidungsstücke übereinander getragen, die nach Bedarf und Temperatur miteinander kombiniert werden können. Damit man sich keinen Sonnenstich einfängt oder überhitzt, ist eine leichte Kopfbedeckung für die heißen Tage ein absolutes Must-Have!

Funktionskleidung aus synthetischen Fasern bietet dem Radfahrer jedoch einige praktische Vorteile, denn sie transportiert die am Körper entstehende Feuchtigkeit schnell nach außen, reguliert somit die Körpertemperatur besonders gut und sorgt für ein stetig angenehmes Tragegefühl. Durch den guten Schutz vor Fahrtwind kühlt auch der Körper nicht so schnell aus. Jacken sollten daher grundsätzlich atmungsaktiv, sowie wind- und wasserdicht sein. Allgemein sollte die Kleidung für den Oberkörper nicht allzu knapp ausfallen, damit sie den unteren Teil des Rückens auch bei vorgebeugter Fahrhaltung noch bedeckt.

Funktionsbekleidung © B.O.C.

Ein paar Tipps, um die Garderobe so klein wie möglich und dennoch ausreichend zu gestalten:

  • Funktions-Shirts sind einfach zu waschen und trocknen schnell – weniger mitnehmen und dafür in den Ruhepausen waschen lohnt sich!
  • Spezielle Hosen, an denen auf Kniehöhe ein Reißverschluss eingenäht ist. Nimmt man den unteren Teil ab, verwandeln sich diese praktischen Hosen an warmen Tagen schnell in Shorts. Gepolsterte Hosen sorgen auf langer Reise für besonderen Sitzkomfort
  • Das Schuhwerk sollte fest, aber leicht sein und eine stabile Sohle haben, über die sich der Pedaldruck gleichmäßig über den gesamten Fuß verteilt.
  • Wind- und wetterbeständige Handschuhe, die die Handballen u.a. vor Stößen durch das Fahren schützen, dürfen insbesondere bei Touren in den Übergangszeiten auch nicht fehlen.

Wie kann B.O.C. bei den Reisevorbereitungen für Eure Radtouren helfen?

B.O.C. Logo © B.O.C.In jeder der deutschlandweit 28 B.O.C. und Bikemax-Filialen gibt es professionelle Meister-Werkstätten, in denen der Fahrradcheck und ggf. auch Reparaturen zuverlässig, kompetent und schnell durchgeführt werden. Das geschulte Fachpersonal berät zu jeglichen Fragen. Darüber hinaus bietet B.O.C. alles, was das Radlerherz begehrt – von robusten Fahrrädern für die Reise, über wetterbeständige Fahrradbekleidung bis hin zu einem riesigen Zubehörsortiment.

Mit diesem Wissen rund um Euer Fahrrad, steht der Radtour nichts mehr im Wege. Die DFDS Fähren bringen Euch und Euer Fahrrad bequem nach Südengland und Nordengland, um von dort aus nach Schottland zu fahren, oder auch ins Baltikum.

Im nächsten Teil unserer Tipps für Radtouren erfahrt Ihr weitere nützliche Infos für eine gute Reisevorbereitung und Ausrüstung.

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